Ordergebühren – Tipps & Tricks

Wichtige Kriterien zum Depot Vergleich – die Ordergebühren

Überblick Ordergebühren

Alle Ordergebühren finden Sie beim Depot Vergleich in der Spalte „Ordergebühren“ oder auch auf einen Blick mit dem Orderkosten Vergleich.

Wenn Sie häufig handeln wollen, dann sind die Orderkosten bei der Depot-Auswahl für Sie viel entscheidender als für passive Anleger, die nur 1-2 im Monat aktiv werden (z.B. bei der Ausführung des ETF-Sparplans).

Fixe- und variable Ordergebühren

Faustregel

  • Bei einem fixen Preismodell haben Sie prinzipiell eine volle Kostenkontrolle – je nach Höhe des Fixums eignet sich das Modell nicht für kleine Ordervolumen, da die Gebühren im Vergleich zur Order zu hoch werden
  • Bei einem variablen Preismodell steigen die Kosten grundsätzlich mit der Höhe des Ordervolumens – das heißt, wenn Sie häufig große Orders ausführen, ist das fixe Preismodell wahrscheinlich eher für Sie geeignet
  • Beim DepotVergleich ist aufgeschlüsselt welches Gebührenmodell zum Einsatz kommt und ab welchen Ordervolumen eine Order sinnvoll ist (1,25% Gebühren insg. ist hier unsere Grenze)

Fixe Ordergebühren

Kostenstruktur
Fest Ordergebühren + ATCs (Spread zzgl. Börsengebühr)

Hier handeln Sie zu festen Orderkosten (Trading-Flatrate) und haben auch bei großen Ordervolumen immer eine volle Kostenkontrolle (häufig bei Neobrokern). Je nach Depot verstehen sich die fixen Ordergebühren zuzüglich sogenannter ATCs (Additional Trading Costs).

Die ATCs setzen sich aus dem Spread und dem Handelsplatzentgelt (Börsengebühr) zusammen. Fixe Ordergebühren eignen sich je nach Broker nicht für kleinere Ordervolumen, da die Gebühren im Verhältnis zu teuer werden. Sie sollten darauf achten die Ordervolumen so anzupassen, dass Sie insgesamt mit ATCs nicht mehr als z.B. 1,25% Ordergebühren bezahlen.

Beim Depot-Vergleich sind die Orderkosten mit Handelsplatzentgelt bereits zusammengefasst, sodass Sie die „echten“ Ordergebühren von 2022 einfach vergleichen können. Zudem sehen Sie ein Ampel-System für den Spread, ob dieser tendenziell höher oder niedriger ist.

Variable Ordergebühren

Kostenstruktur
Fest Ordergebühren + variabler Anteil + ATCs (Spread zzgl. Börsengebühr)

Bei einer variablen Preisstruktur zahlen Sie in den meisten Fällen eine feste Mindestgebühr auf eine Order plus einen variablen Anteil (häufig bei Direktbanken). Auch hier kommen die ATCs je nach Depot und Börse hinzu. Manchmal wird auch ausschließlich ein prozentualer Anteil auf das Ordervolumen erhoben, in diesem Fall ist das System besonders für kleine Ordervolumen geeignet.

Als Faustregel können Sie sich merken, dass eine variable Preisstruktur bei hohen Ordervolumen tendenziell immer teurer wird und Sie weniger Kostenkontrolle haben. Beim Broker-Vergleich können Sie Ordervolumen von 25 € – 15.000 € vergleichen und so für Ihr Anlageverhalten schnell den geeigneten Broker finden.

Besser kein zu hoher Spread

Bei einem höherem Spread (Risikoaufschlag) wird z.B. eine Aktie faktisch zu einem etwas teureren Kurs gekauft (bid) und etwas günstiger verkauft (ask).

Der Spread ist gegebenenfalls höher, wenn nur wenige Handelsplätze verfügbar sind (häufiger bei Neobrokern der Fall) und/oder Sie außerhalb der normalen Handelszeiten der Börsen handeln.

Auch beim sogenannten „Market-Maker Modell“, bei dem der Broker oder die Bank als Emittent den Kurs stellt, sind die Spreads in der Regel höher, da Sie die Preise an keiner anderen Stelle vergleichen können. Zum Beispiel bei Zertifikaten und CFDs (Derivate) kommt in den allermeisten Fällen das Market-Maker Modell zum Einsatz, da diese Wertpapiere nicht börsengehandelt sind, sondern der Kurs vom Broker oder der Bank gestellt wird.

Über die Jahre können so hohe Summen zusammenkommen, deshalb sollten Sie auf einen niedrigen Spread achten und unbedingt innerhalb der üblichen Handelszeiten traden.

Hier finden Sie kompakte FAQs zum Spread

Ordergröße immer an der Ordergebühren ausrichten

Welcher Anleger-Typ sind Sie?
Viele Online-Broker werben mit Ordervolumen schon ab 1 € – 25 €, wahrscheinlich um junge Kleinstanleger anzusprechen. Besonders sinnvoll ist das bezüglich der Gebühren aber meistens nicht, denn es macht wenig Sinn z.B. 25% oder mehr Ordergebühren für eine Transaktion zu bezahlen.

Ein Beispiel aus der Praxis
Ordervolumen 25 € / Orderkosten 7,9 € (fix) => 31,6% Ordergebühren
(da müsste der Wert beachtlich steigen, damit Sie überhaupt in die Gewinnzone kommen – beim Verkauf fällt die Ordergebühr nochmal an)

Ordervolumen 630 € / Orderkosten 7,9 € => 1,25% Ordergebühren
(das bedeutet, dieser Anbieter eignet sich sinnvollerweise für Orders ab ca. 630 €)

Das ist kein Ausschlusskriterium, das Depot kann hinsichtlich aller Gebühren, Angebot und Kundenservice gut für Sie geeignet sein und es kann daneben viele kostenlose ETF-Sparpläne anbieten (Sparraten haben fast immer andere Gebühren als Orders). Nur in diesem Fall ist das Angebot zum Beispiel nichts für den Anleger-Typ „Kleinstanleger“, der aktiv Aktien mit 100 € traden will.

Beim DepotVergleich können Sie die Depots auf einen Blick hinsichtlich der Ordergebühren von 25 € – 15.000 € gegeneinander vergleichen, nach kostenlosen Sparplänen sortieren und vieles mehr, um jetzt den für Sie besten Broker zu finden.

Dazu auch interessant: Wissenswertes zum Spread

Häufige Fragen

Ordergebühren?

Die Ordergebühren fallen für Sie vor allem dann ins Gewicht, wenn Sie viel aktiv traden wollen. Bei Buy & Hold Portfolios, wo zum Beispiel nur alle 2 bis 4 Wochen einige ETF Sparpläne ausgeführt werden, sind sie weniger relevant.

Die Ordergebühren lassen sich grob in fixe und variable Ordergebühren einteilen. Die Kostenstruktur setzt sich aus einer festen Gebühr + ggf. variablem Anteil + ATCs (Spread & Börsengebühr) zusammen.

Erfahren Sie hier alle Tipps & Tricks zu den Ordergebühren und finden Sie einfach den besten Broker für ihr Anlageverhalten ➤

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